„Johann Böhm – Stipendien“ – Themenfindung

Der ÖGB Vorstand und der ÖGB Bundesvorstand haben im Juni 2008 beschlossen den Johann Böhm Fonds umzugestalten. Stipendien werden nunmehr ausschließlich zu Themen vergeben, die vom ÖGB vorgegeben werden und von hoher gewerkschaftlicher Relevanz sind. In diesen internen Themenfindungsprozess sind die Grundsatz- und Bildungsabteilungen eingebunden.

Mitte Oktober wird der Beirat die relevanten Themen für die Ausschreibung der Johann-Böhm-Stipendien beschließen. Wir ersuchen euch uns Themen zu nennen, die aus eurer Sicht

  • hohe gewerkschaftliche Relevanz haben
  • gewerkschaftliche Inhalte sind, die unbedingt von jungen „ForscherInnen“ untersucht werden sollten
  • zukünftige Aufgabenstellungen (für Hauptamtliche, BR-Mitglieder, FunktionärInnen) sind, die sowohl für das interne Geschehen im ÖGB und den Gewerkschaften als auch für das externe Wirken entscheidend sind.

Wir ersuchen euch die Themenvorschläge mit einer kurzen Begründung (5 Sätze) bis 30. September 2008 an werner.drizhal@gpa-djp.at zu schicken. Auf Wunsch schicken wir euch gerne die Richtlinien zu. Die Auschreibung für die Stipendien erfolgt über die Homepage des ÖGB und wir werden sie auch im Blog veröffentlichen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Hintergrundinfos und verschlagwortet mit , von Werner Drizhal. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

Ein Gedanke zu „„Johann Böhm – Stipendien“ – Themenfindung

  1. Anregungen von Helmut Russ:

    anbei nun zwei Themenvorschläge für zu unterstützende Arbeiten durch den J.-Böhm-Fond:

    Überlassene Arbeitskräfte und Betriebsräte – kennen sie einander?
    Überlassene Arbeitskräfte sind bestenfalls von zwei BR-Körperschaften – der des Überlasserbetriebes und der des Beschäftigerbetriebes – und schlechtestenfalls von keiner vertreten.
    Viele Fragen tun sich hier auf und wollen beantwortet werden.

    Sind überlassene Arbeitskräfte wirklich vertreten?
    Kennt der BR des Überlasserbetriebes „seine“ überlassenen Arbeitskräfte?
    Kennt der BR des Beschäftigerbetriebes die Leiharbeiter/innen, die neben „seiner“ Stammmannschaft“ arbeiten?
    Kennen die BR-Körperschaften dieser Betriebe einander?
    Arbeiten sie zusammen?
    Wie müsste eine Zusammenarbeit aussehen, die allen Beteiligten – den BR-Körperschaften, den überlassenen ArbeitnehmerInnen, der Stammbelegschaft des Beschäftigerbetriebes und – last but not least – den zuständigen Gewerkschaften hilft?
    Gibt es Best-Practice-Beispiele?
    Wie hat sich die Gewerkschaftsbewegung „aufzustellen“, damit hier ein tragfähiges Netzwerk entsteht und überlassene Arbeitskräfte an die Organisation gebunden werden?

    Behindertenvertrauenspersonen – Belegschaftsvertreter/innen „zweiter Klasse“?
    Behindertenvertrauenspersonen führen oft ein Schattendasein im Betrieb. Kaum jemand kennt ihre Rechte und Pflichten, kaum jemand setzt sich mit der Frage „Arbeitswelt und Behinderung“ auseinander.
    Seitens der Kapitaleigner werden behinderte ArbeitnehmerInnen meist als Übelstand empfunden – „unkündbar“, oft krank, nie da etc.etc.
    Aber auch viele BR- und Personalvertretungskörperschaften empfinden Behindertenvertrauenspersonen häufig als „lästige Nebenerscheinung“, dulden sie im besten und bekämpfen sie im schlechtesten Fall.
    Zudem ist die rechtliche Situation der BVP’s so, dass zahlreiche Verbesserungen auch auf gesetzlicher Ebene nottun (Angleichung der Mandatszahlen und der dezidiert erwähnten Rechte und Pflichten der BVP’s an die der BR’s etc.)

    Was bewegt BR- und PV-Körperschaften, sich für oder gegen BVP’s zu stellen?
    Was erwarten sich Behindertenvertrauenspersonen von „ihrer“ Gewerkschaft?
    Gibt es Best-Practice-Beispiele?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 + 5 =