Rahmenbedingungen für ein Bildungshaus, das von AK, ÖGB und den Gewerkschaften getragen wird

Eine zentrale Funktion von gewerkschaftlicher Bildung ist die Bindung an die gewerkschaftliche Organisation, die Entwicklung gewerkschaftlicher Werthaltungen und eines gewerkschaftspolitischen Politikverständnisses. Diese Bildungseinrichtung, die von AK, ÖGB und Gewerkschaften geführt wird, muss die infrastrukturellen Möglichkeiten und einen kulturpolitischen Rahmen für ein konstruktives Lern-, Lebens- und Erfahrungsumfeld bieten.

Funktionen, die das Bildungshaus erfüllen soll:

  • Hier wird die österreichweite (überregionale) Spitzenausbildung (z.B. Sozak, Lehrgänge,…) der ArbeitnehmerInnen-Interessenvertretung angesiedelt.
  • Hier erfolgt die zukunftsweisende Qualifizierung von Spitzenkräften für führende Positionen in ArbeitnehmerInnenorganisationen auf Funktionärsebene.
  • Die AbsolventInnen der Spitzenlehrgänge dieses Hauses garantieren  im Sinne von Personalentwicklung ein „Reservoir“ von bestens qualifizierten FunktionärInnen zur Nachbesetzung für die zukünftigen hauptberuflichen Stellen innerhalb der AN-Innen-Organisationen.
  • Im Sinne von Internationalisierung und Europäisierung bietet das Haus kurz- und längerfristige Austauschmöglichkeiten für internationale Bildungs- und Erfahrungsprozesse.
  • Dieses Bildungshaus bietet eine Plattform für den Austausch von gewerkschaftlich relevanten Erfahrungen, Strategien und Zukunftsdebatten. Gleichzeitig werden hier die sozialen Entwicklungs- und Vernetzungsprozesse (Netzwerkbildung) für jede/n einzelne/n und ganze Gruppen gefördert.

 

Kriterien, die dieses Bildungshaus für gewerkschaftliche Spitzenausbildung gewährleisten soll:

  • Die Bildungseinrichtung ist mit einer personellen Struktur ausgestattet, die die modernsten pädagogischen und didaktischen Bildungsprozesse für die Qualifizierung der SpitzenfunktionärInnen gewährleisten.
  • Das Bildungshaus verfügt über eine Infrastruktur, die Lernen und Wohnen am gleichen Ort vorsieht, dies erlaubt Gruppenprozesse, die vor allem die Stärke der Bindung an die Organisationen mitbegründen.
  • Die technische Ausstattung des Bildungshauses sichert den TeilnehmerInnen modernsten Standard für die künftige mediale Ausbildung (Radio, Fernsehen, Web2.0,…)
  • Die gesamte Organisations- und Infrastruktur des Bildungshauses ist integraler Bestandteil eines Bildungskonzeptes, das am Bedarf der AN-Innen-Organisationen und den Erwartungen bzw. Bedürfnissen der TeilnehmerInnen ausgerichtet ist.
  • Dieses Bildungshaus ist in geographischer Nähe zu Wien anzusiedeln, weil damit die kultur- und bildungspolitischen Angebote einer Großstadt genutzt werden können. Die Nähe zu den gewerkschaftlichen Zentren im Sinne des interessenpolitischen Auftrags und die Durchführung eines gewerkschaftlichen Diskurs mit den SpitzenrepräsentantInnen der ArbeitnehmerInnenbewegung, Wissenschaft und Politik ist notwendig.
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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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