Bedingungen für eine optimale Durchführung eines zehnmonatigen Lehrgangs im Rahmen der ArbeitnehmerInnenspitzenausbildung

Aufgabe der Sozialakademie:

Es ist Aufgabe der Sozialakademie, den TeilnehmerInnen jene Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für eine kompetente und effiziente Vertretung von Arbeitnehmerinteressen auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene erforderlich sind. Die Hauptanforderungen an diesen Lehrgang ist, dass für komplexe, betriebliche Interessenvertretung und für die Anforderungen in der überbetrieblicher Interessenvertretung im europäischen Kontext, den TN-Innen das notwendige Wissen und Durchsetzungsfähigkeit geboten und entwickelt wird.
Als höchste Stufe der gewerkschaftlichen Bildung dient die Sozialakademie der Ausbildung von Führungskräften der Arbeitnehmerinteressenvertretungen.

Die Sozialakademie verfolgt 3 wesentliche Bildungsziele:

  1. Die TeilnemerInnen können in ihrem interessenpolitischen Handeln gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungen berücksichtigen und selbständig die notwendigen gewerkschaftspolitischen Rückschlüsse ziehen.
  2. Sie verfügen über ausreichende soziale und kommunikative Kompetenzen, um ihre Vertretungsfunktionen für die ArbeitnehmerInnen auf den verschiedensten Ebenen wahrnehmen zu können.
  3. Generelles Ausbildungsziel der Sozialakademie ist die Optimierung der interessenpolitischen Durchsetzungsfähigkeit auf allen Mitbestimmungsebenen und die Professionalisierung der Tätigkeit als ArbeitnehmervertreterIn.

Organisationsziele des Lehrgangs:

Die AbsolventInnen der Sozak garantieren im Sinne von Personalentwicklung ein „Reservoir“ von bestens qualifizierten FunktionärInnen zur Nachbesetzung für die zukünftige Funktionen in Gremien und Organisationen und hauptberuflichen Stellen innerhalb der AN-Innen-Organisationen.

Kriterien zur Durchführung dieses Lehrgangs:

Der Lehrgang muss räumlich, organisatorisch und gewerkschaftlich in ein Bildungshaus eingegliedert sein, das gleichzeitig eine Plattform für den Austausch von gewerkschaftlich relevanten Erfahrungen, Strategien und Zukunftsdebatten bietet. Die Integration des Lehrgangs in ein gewerkschaftliches Bildungshaus erhöht die Bindung an die Organisation.
Für die Entwicklung der sozialen Kompetenz verfolgt der Lehrgang neben den Seminaren und Workshops im Regelbetrieb ein Bildungskonzept, wo Lernen und Wohnen an einem Ort möglich ist. Deshalb muss die Unterbringung in akzeptabler Entfernung sein. Die Art und Weise der Ausstattung an diesem Ort muss so geschaffen sein, dass für die TN-Innen des Lehrgangs Räume und Treffpunkte vorhanden sind, wo nach dem Unterricht weitere Lernprozesse, soziale Kontakte und Gruppenprozesse möglich sind und welche nur („exklusiv“) für die TN-Innen zur Verfügung stehen.
Der Lehrgang ist in einem Bildungshaus in geographischer Nähe zu Wien anzusiedeln, weil damit die kultur- und bildungspolitischen Angebote einer Großstadt genutzt werden können. Die Nähe zu den gewerkschaftlichen Zentren im Sinne des interessenpolitischen Auftrags und die Durchführung eines gewerkschaftlichen Diskurs mit den SpitzenrepräsentantInnen der ArbeitnehmerInnenbewegung, Wissenschaft und Politik ist eine weitere wichtige Voraussetzung zur optimalen Anbindung zu gewerkschaftlichen Organisationen.
Den TeilnehmerInnen des Lehrgangs steht eine moderne technische Ausstattung während der Unterrichtszeiten und für Lernprozesse ausserhalb dieser Zeit zur Verfügung.

Lehrgangsleitung und –betreuung:

Die Lehrgangsleitung ist für die Entwicklung moderner Lehrpläne entsprechend der obigen Bildungsziele verantwortlich. Gleichzeitig sind sie für den Einsatz von ReferentInnen, BetreuerInnen und TrainerInnen, die nach zeitgemäßen didaktischen Grundsätzen arbeiten, zuständig.
In einer Art „Generalmoderation“ achten sie darauf, dass die Bildungsangebote von den TN-Innen in ihren Bildungsprozessen optimal genutzt werden können. Diese permanente Potenzialentwicklung bedarf eines systemischen Ansatzes, wo Beobachtung der LehrgangsteilnehmerInnen und Feedback zurück an den/die Einzelne/n jederzeit möglich sind.
Die Lehrgangsleitung beobachtet die Pflege der Beziehungen zwischen TeilnehmerIn – ReferentInnen – Lehrgangsleitung – entsendende Organisation, damit eine möglichst reibungslose Integration nach Absolvierung der Sozak gewährleistet ist. Dafür ist eine größtmögliche Präsenz der Lehrgangsleitung vor Ort notwendig.

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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