Der 17. Bundeskongress des ÖGB fordert von den Arbeiterkammern ein gewerkschaftliches Bildungshaus am Stadtrand von Wien

Der 17. ÖGB -Bundeskongress fordert den ÖGB -Bundesvorstand und ÖGB -Vorstand, die Arbeiterkammern und die Bundesarbeitskammer auf, sicherzustellen:

  • dass am Stadtrand Wiens ein gewerkschaftliches Bildungshaus geschaffen oder erhalten wird;
  • dass dort, neben zahlreichen gewerkschaftlichen Kursen auch die gewerkschaftliche Spitzenausbildung „Sozialakademie“

durchgeführt wird.


Begründung:
Bildung ist ein zentraler Wert der ArbeiterInnen-Bewegung, von ihrem Beginn an bis heute. Ob im Kampf gegen Rechtsextremismus und autoritäre Tendenzen, zur Aufklärung über die Rechte der AN oder in aktuellen politischen Auseinandersetzungen: Information und Bildung unserer FunktionärInnen und Mitglieder ist unser Lebenselixier, ist der Motor des gesellschaftlichen Fortschritts!
Umso schmerzlicher ist es, dass der ÖGB wirtschaftlich gezwungen war, in den letzten Jahren praktisch sämtliche Bildungshäuser in Wien zu schließen (Hueber-Haus, Neuwaldegg, Gloriettegasse). Nun soll auch noch das Karl Weigl-Haus der AK-Wien (Hinterbrühl) – 1949 in wirtschaftlich weit schwierigeren Zeiten als heute gegründet – mit Jahresende geschlossen werden. Damit würde auch die gewerkschaftliche Sozialakademie ihre Heimat verlieren.
Es kann nicht hingenommen werden, dass die Gewerkschaftsbewegung in Wien (-Umgebung) über kein einziges echtes Bildungshaus verfügt, das bei mehrtägigen Kursen auch die Übernachtung und den informellen Kontakt ermöglicht – eine Unterbringung in Hotels ist keine auf Dauer akzeptable Lösung! Das AK -Bildungszentrum (BI Z) ist nach Lage, Ausstattung und Ambiente für Tageskurse gut geeignet, für mehrtägige Kurse bzw. gar die Sozialakademie aber nicht.

Der 17. ÖGB -Bundeskongress fordert daher in Verfolgung und Konkretisierung des Beschlusses des ÖGB -Bundesvorstands zur Zukunft der Sozialkademie, aber auch wegen der unbedingten Notwendigkeit eines gewerkschaftlichen Bildungshauses Wien und unserer selbstverständlichen Pflicht, das Erbe der Bewegung in guten wie schwierigen Zeiten zu wahren: Entweder ist das Karl-Weigl-Bildungshaus neu zu errichten oder eine gleichwertige Lö sung am Stadtrand Wiens schnellstmöglich zu realisieren.

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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