Skizze Veranstaltungsreihe GPA – djp „Politische Bildung“

Ziele:
Anhand tagespolitischer Debatten soll in der Veranstaltungsreihe eine tiefergehende Beschäftigung mit den Themen passieren. Eine tiefergehende Beschäftigung soll aber nicht anhand frontaler „ExpertInnenvorträge“ passieren, sondern die Aufarbeitung der Themen wird entlang der eigenen Erfahrungen zu der Problematik angegangen. Das bedeutet, dass die Workshops an den konkreten „Meinungen“ und „Alltagserfahrungen“ der BetriebsrätInnen ansetzen und gemeinsam ein tieferer analytischer Blick auf die Problemfelder erarbeitet wird.

Eines der wichtigsten Ziele sollte dabei sein, dass BetriebsrätInnen ein „Handwerkszeug“ zu Verfügung gestellt bekommen, eigenständige Analysen anzustellen, die über die mediale Verarbeitung von Problemfeldern hinausweisen. Diese Befähigung eigenständige Analysen anzustellen, heißt Problemfelder aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten zu lernen. Diese unterschiedlichen Perspektiven bedingen ein Verständnis der gesellschaftlichen Dynamiken, die hinter den Themen stehen.

Die grundsätzliche Ausrichtung, das Thema entlang der Erfahrungen der TeilnehmerInnen aufzuarbeiten, soll gewährleisten, das am Ende des Workshops die Frage behandelt werden kann, welche Relevanz die neuen Erkenntnisse für die eigene Tätigkeit als BR hat und wie sich das ins eigene tagtägliche Handeln im Betrieb integrieren lässt.

Didaktik:

Die Workshops werden 2. Tage dauern. Dabei soll in unterschiedlichen Schritten eine Heranführung an die Thematik bewerkstelligt werden, die von den bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen ausgeht.

Erster Tag

1.) Ein erster Teil soll der indivduellen Problemwahrnehmung gewidmet sein. Anhand von zu den Themen relevanten Schlagworten sollen Assoziationsketten in Gruppenarbeiten gebildet werden, welche in einem nächsten Schritt gemeinsam mit einer ExpertIn zu dem Thema auf ihre Zusammensetzung bearbeitet werden.

2.) In einem zweiten Teil wird die öffentliche Bearbeitung des Themas im medialen und politischen Diskurs in Form von gemeinsamen Arbeitsgruppen erarbeitet. Die Ergebnisse werden im Anschluss von der/ dem ExpertIn kommentiert. Der/ die ExpertIn soll in ihren Kommentaren schon einen Ausblick geben auf den folgenden Tag, nämlich welche Punkte ihrer/ seiner Meinung nach eine tiefere Erläuterung brauchen, um die Problematik in einem gesamtgesellschaftlichen Rahmen darstellbar zu machen.

Zweiter Tag

3.) Leseworkshop mit einem Text der die Problematik aus anderen Perspektiven betrachtet und sowohl die historisch gesellschaftlichen Wurzeln als auch die aktuellen politischen Positionen dazu beleuchtet. (Wahlweise ein längerer Text oder zwei kürzere). Ergänzende Erläuterungen durch den/ die ExpertIn, plus Fragestellungen der TeilnehmerInnen.

4.) Reflektionsrunde zur Frage der Relevanz der neuen Erkenntnisse für die eigene Tätigkeit als BR.

5.) Gemeinsames Erarbeiten von Strategien der Umsetzung der Erkenntnisse in der alltäglichen Praxis als BR.

Themensetzung:

  • Arbeitszeitflexibilisierung. Arbeitszeitflexibilisierung steht seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste von UnternehmerInnen. Flexibilität wird immer stärker zu einem umfassenden Phänomen unserer Gesellschaft. Im Workshop werden wir den Ursachen und den Auswirkungen dieses Phänomens auf den Grund gehen.
  • Wissensgesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft, Freizeitgesellschaft, Industriegesellschaft. Ja was denn jetzt? Wohin geht die Entwicklung, kritische Einschätzungen zu einer unsicheren Zukunft! (Mario Candeias, Rosa Luxemburg Stiftung/ Berlin)
  • Ökosteuern, der Weg in eine nachhaltige Gesellschaft? (Markus Wissen, Institut für Politikwissenschaft UNI Wien)
  • Migration, Chance oder Bedrohung. Historische und aktuelle Erfahrungen mit Migration aus Sicht der ArbeiterInnenbewegung.
  • Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus in Österreich und Europa. Schatten der Vergangenheit und Herausforderung in der Zukunft. (Roland Atzmüller, FORBA)
  • Verteilung und Verteilungskämpfe im Angesicht der Krise. (Mario Becksteiner, Institut für Politikwissenschaft UNI Wien)

Zusätzlich wird es zu jedem Thema einen Reader geben der Basistexte und weiterführende Literatur beinhaltet.

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