Sandra Frauenberger: Mit Sachlichkeit gegen Vorurteile um Integration zu gestalten – das Wiener Integrationskonzept

Sandra Frauenberger
Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentenInnenschutz und Personal (Antidiskriminierung)

Integrationspolitisches Ziel:

  • In Vielfalt respektvoll
  • zusammenleben um eine
  • gemeinsame Sprache zu sprechen.
  • Getragen von einer klaren Haltung gegen Rassismus und
  • gegen Fremdenfeindlichkeit


Die Diskussion um Integration geht immer von Defiziten weg – wir zeigen, dass Zuwanderung ein hohes Potenzial hat. Menschen mit Kompetenzen zu uns – wie können wir sie nutzen. Potenzialorientierte Diskussion führen.
Es gibt Rechte (Spielregeln) an die sich alle halten müssen. Wir haben die Trennung von Religion von Staat. Wir integrieren keine Religion, sondern Menschen.
Es gilt die Ängste und Sorgen wahrnehmen.

Integrationskonzept: (Bündnis für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit)
Fundament: Zuwanderung klar und transparent regeln und an Intergrationsmaßnahmen koppeln.
Es baut auf 4 Säulen auf:

  1. Sprache
  2. Bildung und Arbeit
  3. Zusammenarbeit
  4. Messbarkeit

Die Wiener Zuwanderungskommission hat wesentliche Szenarien entwickelt, die aufzeigen, welche Strategien und Maßnahmen für Wien in den nächsten 10 Jahren sinnvoll und notwendig sind. Mit dem Bericht haben wir ein hervorragendes Navigationsinstrument in der Hand.

Realität der Überschwemmung:
Flüchtlingszuwanderung kommen von 700 – 1000 Leuten nach Österreich.
Die EU-Zuwanderung nimmt zu. Von den 20000 sind 10000 aus der EU.
Drittstaatenzuwanderung nimmt ab.
4500 Menschen kommen über Familienzusammenführung
Homepage

Zum Downloaden:  Bericht_Wiener_Zuwanderungskommission

Derzeit fehlen 12000 junge Menschen mit Qualifikation – derzeit werden die Qualifikationen der jungen MigrantInnen nicht genutzt.
28 Vorschläge kommen von der Zuwanderungskommission.
Aufenthaltstsrecht und Arbeitsmöglichkeit sind nach Abschluss eines Studiums sind derzeit nicht gegeben. Die StudentInnen schließen ihr/sein Studium in Wien ab und anschließend verlieren sie ihren Aufenthaltstitel.
Schwierigkeiten bei der Nostrifikation von beruflichen Abschlüssen. Joschi Wallner von der AK arbeitet dabei mit.

Wien sagt Ja zur Zuwanderung und erwartet sich im Gegenzug ein Ja zu Wien. Wir fordern unterstützen neue WienerInnen bei ihrem Start zu Wien.

Integrationsbegleitung „Start Wien“: 83 % der Menschen, die nach Wien kommen, nutzen das Programm – Coaching – woher kommen sie, welche Qualifikationen bringen sie mit, Familienmitglieder, Kompetenzenplan, Bildungspass – nach drei Modulen in VHS bekommen die ZuwanderInnen einen Sprachgutschein von € 300.-

Die gemeinsame Sprache ist der Schlüssel für gelungene Integration. Alle müssen die gleichen Chanchen beim Erlernen der Deutschen Sprache haben.

Sprachmaßnahme „Sowieso“, „Mama lernt deutsch“, „Start Wien“ für Jugendliche

Wien ermöglicht den sozialen Aufstieg für alle. Durch punktgenaue Förderung vom Kindergarten bis zum Arbeitsplatz sorgen wir Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Das Proletariat von heute sind die MigrantInnen.
Schlechte Bildungsqualifikation ist vererbbar. Viel in Elternarbeit investieren.
Perspektivenlosigkeit nach der Schulpflicht – Maßnahmen
Arbeitsmarkterstinformation, Nostrifikationsbegleitung

In Wien leben die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft friedlich und ohne Angst zusammen.

Wien hat einen  44% igen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Projekte zum Zusammenleben. Gemeinsame Gestaltung von Grünräumen, Klassen….
Zum Migrationshintergrund: Wenn mindestens ein Elternteil nicht in Österreich geboren wurde – dann gehöre ich zu jenen mit Migrationshintergrund….

Wien will Sachlichkeit statt Ängste.
„Ja zu Vielfalt heißt auch: Integration geht ALLE an! Es ist die Aufgabe der gesamten Stadtpolitik, Stadtverwaltung und Interessenvertretungen geeignete Bedingungen für gelungene Integration zu schaffen.

Unsere Integrationsarbeit basiert auf einer klaren Haltung die Vielfalt als Chance erkennen. Deswegen suchen wir das breite Bündnis mit allen WienerInnen und treten aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf.

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Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf "Elektromechaniker für Starkstrom" in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte. 1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert. 2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung - Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

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